The Limehouse Golem



In den Londoner Slums der frühen 1880er Jahre geht der Limehouse Golem um. Ein bestialischer Mörder, der seine Opfer verstümmelt zur Schau stellt. Nun ist es ausgerechnet an John Kildare, einem Inspector zweiter Klasse, die mysteriösen Verbrechen aufzuklären.

Gleich vorne weg: "The Limehouse Golem" ist keineswegs ein bloßer Gothic-Horror. Der dient nur als oberfläschliche Aufmachung, denn zwischen all dem Blut der Gosse, Themsenebel und düster beleuchteten, engen Gassen macht der Film von Anfang an unmissverständlich klar, worum es hier eigentlich geht - um die brutale Männergesellschaft des späten 19. Jahrhunderts und deren weibliche Opfer. 
Somit ist "The Limehouse Golem" auch viel weniger Gothic-Schocker wie der im Zusammenhang mit dem Film viel zitierte "From Hell", sondern viel mehr die Studie einer brutalen Gesellschaft, die nur Frauen noch mehr verachtet als die Arbeiterklasse jener Zeit. Denn das große Kunststück, was dem Film gelingt ist es den Zeitgeist jener düsteren Epoche einzufangen. Und das nicht nur, weil man einen gewissen Karl Marx als Nebenfigur auftreten lässt, der zu jener Zeit in London drauf und dran war die Arbeiterbewegung aus dem Schlamm der Ghettos zu heben. Und tatsächlich zeigt der Film das Leiden der Unterschicht unverblümt. So dreht sich ein großer Teil des Films um eine Varitee-Schauspielgruppe, die in Limehouse auf der Theaterbühne versucht dem Schrecken der Gesellschaft zu entkommen indem sie diese deftig auf die Schippe nimmt. Rund um diese Truppe baut der Film ein Geflecht aus falscher Moral und sexueller Perversionen auf, die schließlich von einer der Hauptfiguren übel gerächt wird. Zwar kann man sich das Ende schon recht zeitig denken, doch ist der Twist zum Schluss doch auch etwas genugtuend, wenn als die vulgären Männer, die die Frauen ohne Angst vor Strafe peinigen, vergewaltigen und missbrauchen ihre gerechte Strafe bekommen.

Doctor Who [SEASON ONE]



Die Verkäuferin Rose (Billie Piper) wird auf Arbeit von einem sonderbaren Fremden, der sich nur der Doctor (Christopher Eccleston) nennt, vor irren Schaufensterpuppen gerettet. Sie heftet sich an die Fersen des Doctor, der sie in seiner Notrufzelle auf Arbenteuer in Raum und Zeit mitnimmt.

Die erste Staffel ist eine fulminante Wiederbelebung der kultigen BBC-Serie, die im Grunde alles bietet, was Doctor Who ausmacht - fremde Welten, Zeitreisen, sonderbare Außerirdische und Daleks, ja vor allem Daleks! - und sich obendrein als leichter Einstieg für Doctor-Who-Neulinge eignet. Besonders die Charaktere wachsen einen schnell ans Herz, insbesondere im Staffelfinale. (Stichwort: Captain Jack) Und das Ende ist tatsächlich einfach großartig. Gerade auch die Idee mit den "tödlichen Spielshows" finde ich immer wieder genial. Zumal einige Folgen zu echten Ikonen und popkulturellen Zitaten wurden. Und apropos: Die Serie ist voller Zitate, die man beim ersten Mal auch unmöglich alle entdecken kann. Mehrmals schauen lohnt sich also.

Als besonderen Bonus gibt Cameos in Nebenrollen, die das Filmfanherz höher schlagen lassen. U.a. Simon Pegg und Zoe Wanamaker.

Wirklich ohrwurmartig tut sich auch der Soundtrack von Murray Gold hervor, der die Serie bis heute vertont und im laufe der mittlerweile 10 Staffeln immer wieder neue, tolle Themen für die kuriose Reise durch Raum und Zeit fand.

Traurig fand ich, dass Christopher Eccleston nur eine Staffel lang den Doctor verkörpert, denn sein sonniges Gemüt und großartige Ausstrahlung geben der Serie ihren ganz eigenen Charme. 

Ein großer Spaß für groß und klein. Phantastisch!

10/10 Gasmasken 

Valerian und die Stadt der tausend Planeten



Das Agentenpaar Valerian und Laureline sollen den Commander der Raumstation Alpha beschützen, doch noch während ihrer ersten Mission wird er unter mysteriösen Umständen entführt. Es beginnt die Jagd nach den Entführern quer durch ein quitschbuntes Universum voller flouruszierender Farben und phantasievoller Gestalten. 

Kult-Regisseur Luc Besson ("Das fünfte Element", "Leon - der Profi") meldet sich noch langer Pause endlich wieder zurück.

Die weibliche Sicht auf den Porno



Der Porno ist ein Genre bei dem es vielen schwer fällt zu ihm zu stehen - oder eben auch nicht. Noch immer hat er den Geruch des schmuddligen Hinterhofsexfilms, obwohl mittlerweile viele Filme auch professionell produziert werden. 

Pornoportale wie Youporn oder Pornhub zählen Millionen von Nutzern. Die Sexindustrie zählt zu den wachstumsstärksten Branchen überhaupt. Und fast jeder hatte schon Kontakt. Über pixlige Amateufilme, Schmuddelhefte oder professionellere Filme, die nicht einfach nur dumpf draufhalten.

Was oft fehlt ist die weibliche Perspektive. Der Porno ist immer noch ein überwiegend patriachales Genre. Als Frau zu sagen, dass man (gerne) Pornos schaut sorgt immer wieder für Irritierung. Für alternde Emanzen ist es wie Landesverrat und für die männlcihe Stammkundschaft als würde man sich in Sachen einmischen, die einen nichts angehen. 

Dabei gibt es mittlerweile viel Bewegung in Form des "Female Friendly Porn". Frauenfreundlicher Pornos, oft gedreht von Frauen.

Pirates of the Carribean: Salazars Rache (PotC - Dead Men Tell No Tales)



Zum mittlerweile fünften Mal stechen die Piraten rund um den dauerbetrunkenen Captain Jack Sparrow (Johnny Depp) in See. 

Über die Story an sich möchte ich nicht viel sagen, außer, dass sie einen wirklich traurigen Charakter Death eines mir ans Herz gewachsenen Halunken bietet. Und nein, liebe Fangirls, es ist nicht Jack, bevor hier einige wieder Schnappatmung erleiden. ;) 

Nach dem wieder besseren "Fremde Gezeiten" folgt mit Teil 5 jetzt wieder ein "Fluch der Karibik" mit alter Stärke, der einen durchaus interessanten Bösewicht samt Plot bietet. Damit ist zumindest für mich klar, dass "At Worlds End" wohl tatsächlich ein sträflicher Ausrutscher war.